aktuell

MEISTERINNEN DER UNSICHTBARKEIT

ein Stationentheater im öffentlichen Raum im Rahmen der Wienwoche 2016

Unterwegs in der Stadt, ohne feste Adresse: Ein Stationentheater führt zu den privaten und öffentlichen, sicheren, gefährlichen und solidarischen Orten obdachloser Frauen in Wien.

TERMINE: Mo 19.9. / Di 20.9. / Mi 21.9. / Fr 23.9. / Sa 24.9. 2016 jeweils um 16h sowie Kleidertauschparty am So 25.9. um 18h

TREFFPUNKT: unteres Treppenende der Hauptbücherei, Urban Loritz Platz 2A, 1070 Wien

ANMELDUNG: 0660 125 77 87 oder office@kunstspiel.at

!!!ACHTUNG!!! Pro Termin gibt es nur 15 Plätze, eine Anmeldung per E-Mail oder Telefon ist daher unbedingt erforderlich!

13938009_922190204575054_2032086348778522712_o

Sie meiden die für sie vorgesehenen Tageszentren, sie durchstreifen lieber Bahnhöfe, Bibliotheken und Parks. Wohnungslose Frauen sind Meisterinnen darin, unerkannt zu bleiben. Ihre Situation sieht man ihnen häufig nicht an: Mitunter sitzen sie geschminkt im Hugo-Boss-Mantel aus zweiter Hand neben uns im Bus oder in der Kirche, auch wenn sie sich die Miete für eine Wohnung schon lange nicht mehr leisten können. Wo Privateigentum Lebensformen reguliert, wird der Alltag schnell prekär.

Für unser Stationentheater durch den öffentlichen Raum haben wir Interviews mit zwölf obdachlosen Frauen geführt und ihre Geschichten zu einer fiktiven Biografie verknüpft. Meisterinnen der Unsichtbarkeit erzählt davon, was es bedeutet, den ganzen Tag ohne Geld draußen zu verbringen und nachts zwischen überfülltem Notquartier, ungeschütztem öffentlichem Schlafplatz und einer Privatwohnung, in der man vom Gastgeber abhängig ist, wählen zu müssen. Doch es gibt auch Momente der Solidarität, des Widerstands und viele Tricks, um sich nicht unterkriegen zu lassen.

Nach fünf Spaziergängen laden wir gemeinsam mit unseren Interviewpartnerinnen zu einer Kleidertauschparty – und zwar am Sonntag, 25. 9. 2016 um 18h. Bringt alles mit von der Latzhose bis zum Ballkleid! Auch Accessoires und Kulinarisches sind erwünscht. Neben dem Feiern und Anprobieren freuen wir uns ebenso auf einen Austausch von Gedanken und Ideen, die vielleicht über die Festivaldauer hinaus wirken werden …Die Party findet in einer Privatwohnung im 8. Bezirk statt, die Adresse wird bei der Anmeldung bekannt gegeben.

In Kooperation mit SUPERTRAMPS, Frauentageszentrum Ester, Frauenwohnzimmer, Haus Miriam der Caritas, Zweite Gruft und Zero Waste Austria

Text & Regie: Valerie Kattenfeld

Schauspiel: Ingeborg Schwab

 

***

Das Macht | schule | theater Stück WÜTENDE FÄUSTE, SPRECHENDE HÄNDE ist nun abgespielt. Es waren fantastische 5 Vorstellungen vom 4. bis 6. Mai 2014 im Wiener Off-Theater.

Hier Link zur Kurier- Fotogalerie.

Hier der Videotrailer:

Hier ein paar Meinungen zum Stück (in voller Länge unter der Rubrik „Blog“ nachzulesen):

Die jungen Leute, die über und auf der Bühne des Off-Theaters in der Wiener Kirchengasse laufen, purzeln, schleichen, kriechen, wüten, toben, schreien, säuseln, sie alle zeigen beeindruckende Formensprache und Ausdruckskraft. Neunzehn Menschen, das bedeutet neunzehn Talente und neunzehn Fähigkeiten. Valerie Kattenfeld ist es dabei gelungen, das je Eigene der Jugendlichen herauszuarbeiten und das, was sie auf der Bühne anbieten und anbieten wollen, zuzulassen und dafür die Wege zu ebnen. Deutlich war zu sehen, wie viel Spaß die dabei hatten. […] Valerie Kattenfeld ist mit dem Stück ein großer Wurf gelungen, packendes, mitreißendes Theater, das ebenso unterhält wie berührt, das unsere Lügen nicht ausblendet und dennoch die Wahrheit spricht.

– Thomas Jorda, Kultur-Chefredakteur der Niederösterreichischen Nachrichten

Eine Inszenierung, die zwischen In your Face-Ästhetik und erzählerischer Subtilität hin- und herpendelt. […] Den Jugendlichen werden hier keine Worte in den Mund gelegt, sondern das was Jugendliche zu sagen und erzählen haben, wird theatralische Form gegeben. Das Theater als Sprachrohr für eine Generation.

– Florian Schober, Lehrer

_MG_1637 Kopie

Alle der insgesamt 19 Schauspielerinnen und Schauspieler treten einzeln nacheinander an den Bühnenrand knapp vors Publikum um klar rund deutlich rauszurufen, was sie wütend macht: Dauerndes rumnörgeln an ihnen, nicht ausreden lassen, gefragt zu werden, ohne die Antwort abzuwarten, nicht so akzeptiert zu werden, wie man ist… oder, dass Haie dämonisiert werden, obwohl weit mehr Haie Opfer von Menschen als umgekehrt werden. In der Regie von Valerie Kattenfeld haben die Jugendlichen in mehreren Monaten mit Texten, Szenen, Choreografien von „Wütende Fäuste, sprechende Hände“ ein berührendes, mitunter aufrüttelndes Stück erarbeitet.

– Heinz Wagner, Kurier

 

So soll Theater sein: provokativ, lustig, voller überraschender Regieeinfälle, originell, zum Nachdenken anregend, und vor allem: niemals fad! […] Ich wüsste nicht, wer mehr Spaß an der ganzen Sache hatte, das prächtig gelaunte Publikum, oder die Theaterbande auf der Bühne.  

– Fred Schlager, ehem. APA-Redakteur

 

It was obvious that we are witnessing happy group of youngsters who manifested their qualities, expressed their personalities, and created together a piece of theater that was brilliant.

– David Maayan, Regisseur und Dozent an der Schule des Theaters

[Stand: Mai 2014]

***

WÜTENDE FÄUSTE, SPRECHENDE HÄNDE

eine kunst)spiel Produktion im Rahmen von Macht | schule | theater

für ein junges Publikum ab 13 Jahren // Dauer: ca. 75 Minuten

_MG_9673

Premiere:   Sonntag, 4. Mai 2014 um 20h

Mo, 5. Mai 2014 um 9h und 12h

Di, 6. Mai 2014 um 11h und 20h

im Off Theater, Kirchengasse 41, 1070 Wien

Reservierung erforderlich! Per E-Mail an office(at)kunstspiel.at oder 0660 / 125 77 87 anrufen.

Kartenpreis: 10€ / 7€ ermäßigt

INHALT

Es ist ein Gefühl, das jeder kennt. Man spürt die Kraft und die Hitze in sich hochsteigen und ist so knapp davor, seinem Gegenüber so richtig eins… Stop. Ja, das würde sich gut anfühlen. Aber wäre es nicht schade um die Energie, die dann so schnell wieder verpufft wäre?

In „Wütende Fäuste, Sprechende Hände“ widmen sich19 junge PerformerInnen im Alter von 12 bis 15 Jahren dem Thema Aggression. Aggression kann verletzen und zerstören. Sie kann uns aber auch Mut machen, um die eigene Meinung endlich einmal klar und deutlich zu sagen oder um sich für ein Thema einzusetzen, das einem am Herzen liegt. Die DarstellerInnen schildern uns, was sie wütend macht, was andere für dumme Dinge über sie denken, wofür es sich zu kämpfen lohnt, welche Beleidigungen sie schlucken und wann es zu viel ist, wer für sie ein Loser ist und was stark sein heißt. Sie fragen sich, wer eigentlich entscheidet, was gut und schlecht ist und wem sie vertrauen können. Ob unser Ökosystem zusammenbrechen wird und was es mit der Polizei im Kopf und diesen komischen Dingern namens Synapsen auf sich hat…

Das Stück setzt sich aus verschiedenen Elementen aus den Bereichen Tanz, Theater und Performance zusammen und wurde weitgehend von den SchülerInnen selbst im Laufe eines sechsmonatigen Probenprozesses kreiert. Es geht um die Darstellung ihrer Lebenswelten, ihrer Ansichten und vor allem um die Frage, wie sie mit Konflikten umgehen. Dabei wurden sie von den vier Tierbildern (Bär, Kranich, Tiger, Schlange) aus dem Affektkontrolltraining® unterstützt, die sich ihren ganz eigenen Weg in das Stück gebahnt haben…

Es spielen 19 SchülerInnen der PTS Benedikt Schellingergasse und der KMS Schweglerstraße, 1150 Wien. Die Ausstattung stammt vom BORG Hegelgasse unter der Leitung von Michael Haller.

TEAM

Regie:                                     Valerie Kattenfeld

Text:                                       Valerie Kattenfeld & Ensemble

Assistenz:                              Katharina Trimmel

Affektkontrolltraining:            Alexandra Lidl & Christoph Schwarz

Bühnenbild und Kostüm:     Michael Haller & BORG Hegelgasse

Kostümassistenz:                Sophie Lenglachner

Coaching:                               Veronika Mayerböck

Dokumentation u. Grafik:     Laura Nöbauer

Fotos:                                     Laura Steiner, Bettina Frenzel

Licht:                                       Veronika Mayerböck

Lehrerinnen:                            Andrea Bergmann (Polytechnikum)

Sylvia Floch & Eva Grabenhofer (KMS)

Renate Jani (BORG)

Es spielen: Janine Aschauer, Patricia Baniqued, Regine Davao, Sabine Dinkić, Marco Gomez, Anna Kutermak, Leonesa Mujaj, Ilirjana Mulaj, Kate Ongcoy, Muhammed Özel, David Pavlović, Darko Petrović, Gabriel Pirk, Valentino Sajn, Jennifer Schwarz, Wiki Singh, Strhinja Stanković, Seda Tisaeva, Elizabeth Yeboah

 

mit freundlicher Unterstützung des Bundesministeriums für Bildung und Frauen

[Stand: März 2014]

***

Das Macht / schule / theater Projekt „Wütende Fäuste, Sprechende Hände“ hat im Oktober 2013 gestartet. Sieben Monate lang werden wir jetzt jeden Dienstag mit SchülerInnen der PTS Benedikt Schellingergasse und der KMS Schweglerstraße in 1150 Wien proben, improvisieren, texten, diskutieren, scheitern und vor allem Spaß haben! Die doch recht beachtliche Truppe – wir sind nun bei 24 jungen PerformerInnen im Alter von durchschnittlich 14 Jahren – hat sich super auf die ersten Stunden eingelassen und wir sind riesig gespannt, was in den nächsten Monaten auf uns zu kommt. Die Premiere findet am So, 4. Mai 2014 um 20h im Off Theater statt. Es wird insgesamt 5 Vorstellungen bis zum 6. Mai 2014 geben.

[Stand: November 2013]

YesThisIsArt

The Vanishing Moment in Kooperation mit LOTTALEBEN ist am Samstag, 16. 11. 2013 im KosmosTheater erfolgreich über die Bühne gegangen! Die ZuschauerInnen haben sich ohne Probleme zu Testpersonen umfunktionieren lassen. Was dann kam: ein vor Energie brodelndes Emo*Lab mit Springdisko am Klo, Seifenblasenfangen, Polsterschlacht, Hirnmaschine, Tränendrüsenaktivierung und heisser Liebe. Die Versuchsanordnungen fanden beim Publikum großen Anklang – es füllte fleißig die Fragebögen aus, die zu interessanten (Live-)Statistiken geführt haben. Wir hoffen auf eine Wiederaufnahme, die derzeit jedoch noch nicht absehbar ist.

 

 

[aktueller Stand 17.11.2013]